Plakate produzieren - letzte Runde

Letz­ten Mon­tag star­te­ten wir die letzte Runde des Kle­bens von Pla­ka­ten für die­sen Wahl­kampf in Gemein­schafts­ar­beit mit Pira­ten aus den anlie­gen­den Städ­ten. Damit haben wir bald den ers­ten Wahl­kampf hin­ter uns, bei dem auch in unse­rer Region Pira­ten­pla­kate anwe­send waren. Das Kleis­tern lief wie geschmiert, die letz­ten Pla­kate waren schnell auf die Plat­ten geklebt. Nach einem Tag trock­nen auf dem Rasen waren sie bereit zum Aufhängen.

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Kleis­tern auf dem Garagenhof

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Und trock­nen las­sen im Garten

Zweiter Infostand erreicht alte Qualität

Am 24.04.2010 fand von 11.00 bis 14.00 Uhr unser zwei­ter Info­stand in Bot­trop, im Rah­men der Land­tags­wahl in NRW, statt. Im Ver­gleich zum vor­he­ri­gen Info­stand konn­ten wir dies­mal mit wesent­lich mehr Equip­ment punk­ten, sodass unser Stand dies­mal auch rich­tig pira­tig aus­sah. Dies machte nicht bloß optisch etwas her; auch die Zahl der Inter­es­sier­ten stei­gerte sich. Ins­ge­samt nahm man uns mehr als eine Par­tei im Wahl­kampf wahr, und weni­ger als eine Gruppe Ver­rück­ter, die dort ein Pick­nick ver­an­stal­ten wol­len. So haben wir zumin­dest das Beste her­aus­ge­holt, was uns die Mit­tel ermög­lich­ten. Bis auf die Kugel­schrei­ber, die wir lei­der ver­ges­sen hat­ten, haben wir wie­der viel pira­ti­ges Info­ma­te­rial und Wer­be­mit­tel ver­teilt. Immer mit dem Grund­satz: ‚Feu­er­zeuge kriegt nur der, der sich auch infor­mie­ren möchte!’

Zudem spielte auch noch das Wet­ter mit; so bleibt nur zu hof­fen, dass wir die nächs­ten und letz­ten bei­den Info­stände auch so gut über die Bühne krie­gen. Ledig­lich die Anzahl der Flyer, die ver­teilt wer­den, muss noch ein Stü­cken erhöht werden.

2. Infostand

Der 2. Info­stand am Altmarkt

Mit HDTV kommt die Kontrolle

2010 soll das Jahr des High-Definition Fern­se­hens wer­den. Doch das neue For­mat bringt, so zumin­dest bei den pri­va­ten Sen­dern, nicht nur eine höhere Auf­lö­sung mit sich, son­dern auch eine grö­ßere Mög­lich­keit der Kon­trolle sei­tens der Sender.

Mit CI+ kann man ver­schlüs­selte pri­vate Sen­der (wie RTL, Sat1 etc.) ent­schlüs­seln und somit kon­su­mie­ren. Dafür muss ent­we­der der Fern­se­her oder aber der HD-Reciever über einen CI+-Schacht ver­fü­gen, in wel­chen dann das CI-Modul gesetzt wird. Dafür ver­lan­gen die Sen­der eine jähr­li­che Gebühr von 50€. Die Sen­der machen sich diese Tech­nik aber auch noch ander­wei­tig zu Nutze. 

So konnte man bis­her beden­ken­los seine Lieb­lings­sen­dung auf eine Video­kas­sette oder DVD auf­neh­men. Dort konnte man wäh­rend der Wer­be­un­ter­bre­chun­gen ent­we­der die Auf­nahme pau­sie­ren, oder aber die Wer­be­blö­cke wäh­rend der Wie­der­gabe ein­fach über­sprin­gen. Dies ist mit der neuen Tech­nik des Com­mon Inter­faces (CI-Plus) nicht mehr mög­lich. Sollte dies in irgend­ei­ner Form umgan­gen wer­den, ist es den Sen­dern nun dar­über hin­aus mög­lich, Fern­seh­ge­räte und der­glei­chen außer Betrieb zu setzen.

Das vom „CI+-Konsortium“ (CI Plus LLP) beauf­tragte Trust­cen­ter kann CI+-kompatible Geräte beim Anwen­der vor Ort außer Betrieb set­zen (z.B. wenn fest­ge­stellt wird, dass ein Gerät den Kopier­schutz kom­pro­mit­tiert). […] Kun­den müs­sen es hin­neh­men, dass ihr Emp­fän­ger bzw. Recor­der durch das Trust­cen­ter per Signal­über­tra­gung außer Betrieb gesetzt wird. Erst durch eine (ggf. kos­ten­pflich­tige) Repa­ra­tur bei ihrem Händ­ler, durch die bis­he­rige Auf­nah­men nicht mehr abspiel­bar wären, ließe sich die­ser wie­der nut­zen. [1]

Mag sein, dass man allein damit noch leben kann, vor allem, da es sich hier um pri­vate Sen­der han­delt. Doch weiß man nicht, wohin das Ganze in vie­len Jah­ren noch füh­ren wird.  

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Common_Interface#CI.2B_.28oder_auch_CI_Plus.29

Studentenproteste weisen auf eine defizitäre Bildungspolitik hin

Seit eini­ger Zeit gehen sie durch die Presse und wer­den von der brei­te­ren Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men: Die Pro­teste der Stu­die­ren­den an euro­päi­schen Uni­ver­si­tä­ten, wel­che eine zuneh­mende Unzu­frie­den­heit ver­lau­ten las­sen. Bil­dung ist die Res­source des deut­schen Staa­tes schlecht­hin, und damit auch die wich­tigste, um wei­ter­hin auf dem Welt­markt mit­hal­ten zu kön­nen. Statt den Men­schen ein hoch­qua­li­ta­ti­ves Bil­dungs­sys­tem zu bie­ten, wurde das Bachelor-/Master-System ein­ge­führt, wel­ches die Frei­hei­ten der Stu­den­ten und gleich­zei­tig die kul­tu­relle und allgemein-lebensnutzende Wir­kung erheb­lich ein­schränkt und einen Leis­tungs– und Zeit­druck auf die Stu­den­ten auf­baut. Bil­dung geschieht bloß noch zwecks Berufstaug­lich­keit. Dar­über hin­aus möch­ten die Stu­den­ten eine demo­kra­ti­sche Füh­rungs­struk­tur an den Uni­ver­si­tä­ten; denn nur wenn einem Demo­kra­tie bereits in der Bil­dung ein­ver­leibt wird, kann sie hin­ter­her auch als sol­che gelebt wer­den. Stu­den­ten kön­nen sich in der Regel nicht auf das Stu­dium kon­zen­trie­ren, son­dern müs­sen — auch wegen der Stu­di­en­ge­büh­ren — neben­bei arbei­ten, oder haben sogar Fami­lie. Die Anwe­sen­heits­pflicht macht ein Stu­dium damit für viele Men­schen unmög­lich. Damit sind jedoch bloß einige Punkte genannt, die von den Stu­die­ren­den kri­ti­siert werden.

Auch die Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen, mit­ten im Ruhr­ge­biet, lei­tete vor knapp zwei Wochen eine kurz­fris­tige Voll­ver­samm­lung aller Stu­die­ren­den ein, da es Pro­bleme mit der Füh­rung der Uni­ver­si­tät, unter ande­rem dem AStA (All­ge­meine Stu­die­ren­den­aus­schuss), gege­ben hatte. In die­ser Voll­ver­samm­lung wurde dafür abge­stimmt, auch das Audi­max (der größte Hör­saal der Uni­ver­si­tät) die­ser Uni­ver­si­tät zu beset­zen und alle Ver­an­stal­tun­gen zu bestrei­ken. Hin­der­lich daran war jedoch die Anwe­sen­heits­pflicht an allen Ver­an­stal­tun­gen, die es den Stu­die­ren­den erheb­lich erschwerte, zu strei­ken. Viele streik­ten den­noch und for­der­ten Amnes­tie für alle Beset­zer des Audi­max, um das Recht zum Strei­ken zu wah­ren. Im Ver­laufe die­ser Beset­zung, die an einem Diens­tag begann, wurde ein For­de­rungs­ka­ta­log in demo­kra­ti­scher Form her­aus­ge­ar­bei­tet: Keine Stu­di­en­ge­büh­ren, Grund­le­gende Ände­rung des Bachelor-/Mastersystems und Mög­lich­keit zum Abschluss der Diplom und Magis­ter­stu­di­en­gänge ohne zeit­li­ches Limit, Abschaf­fung der Anwe­sen­heits­pflicht, Mehr Demo­kra­tie an der Hoch­schule, Amnes­tie für „Audi­max– Beset­zer“. Es wur­den Gesprä­che im Ple­num mit der Lei­tung der Uni­ver­si­tät und Gewerk­schaf­ten geführt. Die Stu­den­ten setz­ten ein kla­res Signal. Regel­mä­ßi­ger Besu­cher war die Presse, sowohl pri­vat als auch öffentlich-rechtlich.

Unter den Stu­den­ten herrschte Einig­keit, wenn es um die Punkte ging, für die man sich ein­set­zen wollte. Eine grö­ßere Platt­form zum Strei­ten stellte viel­mehr die Umset­zung des Bil­dungs­streiks dar. So dis­tan­zier­ten sich bei­spiels­weise die Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler von den Sozi­al­wis­sen­schaft­lern, weil sie der Mei­nung waren, dass die Form, wie der Bil­dungs­streik betrie­ben wurde, nicht ernst genom­men wer­den könne und naiv sei. Diese Mei­nung — sowie die Anwe­sen­heits­pflicht — stoppte somit den größ­ten Teil der Stu­den­ten, am Bil­dungs­streik mit­zu­wir­ken. Nichts­des­to­trotz ver­such­ten die Beset­zer die ande­ren Stu­die­ren­den vom Streik zu über­zeu­gen. Die Beset­zung der Uni­ver­si­tät endete mit dem Ulti­ma­tum des Rek­tors Rad­tke, den Hör­saal bis Frei­tag­abend 18 Uhr zu räu­men. Letzt­lich wurde die Beset­zung mit einer Pres­se­kon­fe­renz und einer klei­nen Über­zie­hung der Frist fried­lich been­det. Seit dem strei­ken die Stu­den­ten abseits des Cam­pus. Die ganze Beset­zung konnte per Livestream über das Inter­net (Essen + Duis­burg) bis zum Schluss ver­folgt werden.

Die Stu­den­ten kün­dig­ten wei­tere Pro­teste an.

Links

  1. http://charybdis-undinguni-due.blogspot.com/search?updated-min=2009–01-01T00%3A00%3A00-08%3A00&updated-max=2010–01-01T00%3A00%3A00-08%3A00&max-results=27
  2. http://charybdis-undinguni-due.blogspot.com/2009/11/forderungskatalog-der.html

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