Nun gut, auf den letzten Drücker wurde uns die Genehmigung telefonisch erteilt, und wir starteten mit unserem Infostand. Wir waren mit dem Aufbauen noch nicht fertig, da kamen schon die ersten Interessenten. Die jedoch hatten unsere Weingummis erspäht, und wollten sich nur daran bedienen. OK, muss man auch mit rechnen
Der erste Interessent, der sich wirklich für uns und unser Programm interessierte, war ein Streifenpolizist, der gerade seine Runde durch die City machte.
Ich habe selbst nicht mit ihm gesprochen, aber er machte einen wirklich interessierten Eindruck. Finde ich gut, denn uns geht es ja auch darum, seinen Berufsstand zu stärken, statt überall Kameras aufzuhängen.
Running Gag waren sicherlich 2 Kinder, die mehrmals am Stand vorbei kamen, um sich Gummibärchen und Aufkleber zu holen. Na ja, die fahren jetzt mit ihren Rädern für uns Reklame.
Ansonsten interessierten sich die Kids am ehesten für das Piratenschiff, welches Bernd für den Stand zur Verfügung gestellt hat, und natürlich für die Süßigkeiten und Aufkleber.
Ernsthafte Gespräche konnten wir auch einige führen, nicht nur mit der Polizei. Es kamen einige Passanten auf uns zu, die sich ernsthaft für unsere Anliegen interessierten, und zum Teil sogar noch von uns bisher gar nicht beachtete Aspekte anbrachten. So wurde z.B. die Videoüberwachung in der Psychiatrie genannt, die scheinbar sogar von Amnestie International befürwortet oder zumindest geduldet wird. Da liegt einiges an Wählerpotential, wenn wir da ernsthaft drauf eingehen und uns da mal hinterklemmen. Ein paar Stimmen haben wie heute sicherlich gewonnen, und auch den ein oder anderen Nichtwähler überzeugen können.
Es gab insgesamt nur sehr wenig Kritik von den Passanten, Kritik an der Piratenpartei im Allgemeinen. Die bezog sich dann darauf, dass wir zweifelsohne wichtige Bereiche wie Wirtschafts– und Außenpolitik nicht abdecken. Aber gut, wir sind halt noch eine junge Partei, die natürlich abseits der Kernthemen nicht so präsent ist und das auch nicht kann. Aber sicherlich haben wir durch den sprunghaften Anstieg unserer Mitgliederzahlen in den letzten Monaten auch den ein oder anderen Fachmann auf den bisher von uns nicht besetzten Gebieten der Politik bekommen. Das wird sich aber erst mit der Zeit herauskristallisieren.
Besuch unserer schwarz gefärbten Mitbewerber bekam wir auch noch. Schon von weitem fielen ein paar Jungs in hellblauen Shirts auf, und deren „Boss” kam dann an unseren Stand. Der Direktkandidat der CDU, Sven Volmering, wechselte ein paar Worte mit uns, und wir wünschten uns gegenseitig Glück für die bevorstehende Wahl. Dafür, dass er und seine Mannen und mit CDU-Infomaterial zupflastern wollten, drückten wir ihnen unsere Flyer in die Hand
Interessanterweise waren die Leute am ehesten mit den Flyern zum gestrigen OptOut-Day in ein Gespräch zu verwickeln. Die waren doch überrascht, dass die Verwaltungen ihre Daten einfach so weitergeben dürfen.
Als wir gegen 18:00 Uhr mit dem Abbau begonnen, kamen noch mal ein paar Fragen nach Infomaterial. Die Wünsche erfüllten wir natürlich noch. Alles in allem waren wir zufrieden mit dem Verlauf des Tages, auch wenn es sicher noch Optimierungspotential gibt. Das werden wir aber am Mittwoch beim Stammtisch besprechen…
Heute, sowie nächste Woche Freitag haben die Bottroper Piraten einen Infostand vor Subway am Pferdemarkt. Wer uns besuchen möchte, ist herzlich eingeladen.
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Eines Vorweg: Es waren nicht nur Piraten anwesend.![]()
Um 16:00 Uhr trafen sich die ersten Piraten am Pferdemarkt, verteilte Flyer zum OptOutDay und versuchten diesbezüglich die Passanten in Gespräche zu verwickeln um Sie auf Ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen.
Wie angekündigt, versammelte sich ein Teil des Bottroper Stammtisches anschließend um 17:00 Uhr am Ernst-Wilczok-Platz. Freudig empfingen die anwesenden Piraten Sympathisanten und weitere Bürger, die sich entschieden hatten, Ihre Daten zu schützen. Unter den Interessierten, befand sich auch ein Mitglied der JuLis, das Interesse an den Aktionen der Piratenpartei zeigte und sich auch am OptOutDay beteiligte. Es gab Gespräche, sich zusammen mit den JuLis-Bottrop beim Stammtisch zu treffen, um zu diskutieren , ob man kommunal zusammenarbeiten könnte, um in Bottrop etwas zu bewegen. Keine Schlechte Idee, wir werden sehen. ![]()
Als nun alle Formulare zusammengetragen wurden gingen wir geschlossen in das Bottroper Bürgerbüro (geschätzt 20 Personen). Nach sehr kurzer Zeit begrüßte uns Herr Jürgen Terstegen (Abteilungsleiter Bürgerbüro) persönlich und nahm auch die gesammelten Formulare entgegen. Er wusste schon von unserem Vorhaben und hatte sich anscheinend auch schon über unsere geplante Aktion näher informiert. Herr Terstegen sprach kurz darüber, das allen Bürgern bei einer Ummeldung ein Hinweis mitgegeben wird, auf dem auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird. Er betonte zudem, dass im Bürgerbüro Bottrop mit allen privaten Daten sehr sensibel umgegangen wird.
Alles in allem hatten wir auf mehr Interesse bei der Bevölkerung gehofft, doch für solch eine (für uns) sehr kurzfristig angelegte Aktion, trotz alledem erfolgreich. Das Bürgerbüro hat sich wieder einmal sachlich, freundlich und aufgeschlossen gezeigt, was uns sehr erfreut hat.
Vielen Dank nochmal an alle Interessenten, Sympathisanten und Herr Jürgen Terstegen, der unser Anliegen als eine ernste Angelegenheit erkannt hat.
Wie bereits berichtet, werden persönliche Daten durch das Einwohnermeldeamt weitergegeben. Jeder kann jedoch dagegen Widerspruch einlegen („opt out”).
Die Piratenpartei Deutschland ruft dazu auf, dies im Rahmen einer besonderen Aktion, dem „OptOutDay”, zusammen mit anderen zu tun! Heute ist es soweit. Bundesweit wird dazu aufgerufen, Widerspruch gegen dieses Vorgehen einzulegen. Mit dem OptOutDay will die Piratenpartei auf das Thema Datenschutz aufmerksam machen und durch die konzertierte Aktion ein Zeichen gegen jede Form der unfreiwilligen Adressweitergabe setzen.
Was viele nicht wissen: Auch die Meldebehörden der Kommunen geben die Daten ihrer Bürger weiter. Dazu benötigen sie nicht einmal deren Zustimmung, denn mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt gilt auch eine stillschweigende Vereinbarung zur Datenweitergabe. Name, Adresse und andere private Auskünfte werden auf Anfrage zum Beispiel an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), an Kirchen, religiöse Gemeinschaften oder politische Parteien weitergegeben.
Der Bottroper Stammtisch wird sich heute um 17:00 Uhr am Ernst-Wilczok-Platz versammeln und gemeinsam mit interessierten Bürgen gegen diese Datenweitergabe angehen. Jeder Bürgen kann kostenlos Widerspruch einlegen, sich bei den anwesenden PIRATEN informieren und beraten lassen. Natürlich soll diese Aktion gesittet zu gehen, daher ist es von großer Wichtigkeit, den täglichen Arbeitsablauf im Bürgerbüro nicht zu stören.
Und so einfach funktioniert es:
Fertig.
Weitergabe persönlicher Daten verhindern — Mitmachen beim OptoutDay!
Das erinnert an die Nächte in Kreuzberg in den 1980er Jahren, scheint beinahe typisch für Berlin zu sein: Die Polizei geht mit Gewalt gegen Demonstranten vor.
Berlin, gestern Nachmittag: Am Rande der „Freiheit statt Angst”-Demo wird ein Demonstrant von der Polizei festgenommen. Mit unverhältnismäßig groben Methoden, wie Zeugen meinten. Ein Radfahrer im blauen T-Shirt notiert sich, so sagen Augenzeugen, die Dienstnummern zweier Polizisten, um bei der Berliner Polizei Beschwerde einzulegen oder Anzeige zu erstatten. Als er sich wieder entfernt, wird er von den Polizisten angegriffen, zu Boden gerissen und festgenommen. Ein Zeuge hielt die Szene mit der Videokamera fest:
Die Jungen Piraten rufen jetzt zu einer Mahnwache gegen unverhältnismäßige Polizeigewalt auf. Diese soll am morgigen Montag um 18:00 Uhr auf dem Platz der Luftbrücke in Berlin stattfinden.
[via gulli.com u.A.]
Update: Wie ich eben im taz-Blog gelesen habe, hat die Berliner Polizei reagiert und Ermittlungen gegen die auffälligen Beamten aufgenommen.