In den Aus­schrei­bun­gen der Sti­pen­dien für Stu­di­en­an­fän­ger in NRW kam zum Aus­druck, dass diese nicht nur an beson­ders leis­tungs­starke Stu­den­ten ver­ge­ben wer­den, son­dern auch bevor­zugt an Migran­ten und Frauen in Män­ner­be­ru­fen; Män­ner in Frau­en­be­ru­fen aller­dings nicht. Genauso wie der Ein­satz von Migran­ten als Sozi­al­ar­bei­ter in ent­spre­chen­den Vier­teln für mehr Akzep­tanz sorgt, könnte auch z.B. ein Män­ner­an­teil unter Grund­schul­lehr­kräf­ten für mehr Akzep­tanz bei Jun­gen sor­gen. In sol­chen Beru­fen mit öffent­li­cher, sozia­ler Ver­ant­wor­tung, kann die Gesell­schaft davon pro­fi­tie­ren, dass alle Grup­pen an der Arbeit betei­ligt sind.
In den meis­ten Beru­fen, ist es aber völ­lig egal, von wem die Arbeit gemacht wird. Den Leu­ten hier Geld zu bie­ten, damit sie sich mög­lichst im 50/50 Ver­hält­nis auf die Berufe ver­tei­len, ist nicht nur Beschö­ni­gung der Sta­tis­tik und damit reine Sym­ptom­be­kämp­fung, son­dern auch unge­recht gegen­über den Ein­zel­nen. Da die Dis­kri­mi­nie­rung Ein­zelne trifft, die für das Grup­pen­ver­hal­ten nichts kön­nen, soll­ten hier Sti­pen­dien explit­zit unab­hän­gig von Geschlecht und Her­kunft ver­ge­ben wer­den und gehofft wer­den, dass die Gesell­schaft die­sen Gedan­ken der Gleich­be­hand­lung in Zukuft annimmt.