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DE-Mail wirklich sicher?

Heute ist mein Fee­dre­a­der mit Mel­dun­gen über die DE-Mail über­flu­tet. Die erste die­ser gerichts­fes­ten Mails wurde heute ver­sandt, und das neh­men die Nach­rich­ten­agen­tu­ren und Computer-Fachmagazine zum Anlass, dar­über zu berich­ten. Stell­ver­tre­tend seien an die­ser Stelle tagesschau.de [1] und heute.de [2] genannt.

Die erste DE-Mail ging dem­nach heute an Wer­ner Zorn, der schon vor 25 Jah­ren die erste E-Mail in Deutsch­land erhal­ten hat. Absen­der heute war Bern­hard Roh­le­der vom Bran­chen­ver­band „Bitkom”.

Der Absen­der einer DE-Mail, die grund­sätz­lich digi­tal signiert ist, erhält auf Wunsch eine Ver­sand– und Empfangs-Bestätigung sei­ner Mail, ähnlich dem Ein­schrei­ben bei der Brief­post. Damit soll er rechts­si­chere Nach­weise über den Ver­sand und die Zustel­lung der DE-Mail bekommen.

Nun, das Ganze wird u.A. vom Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rium geför­dert. Und genau das berei­tet mir Magen­grim­men… Denn die eigent­lich sehr sinn­volle DE-Mail soll angeb­lich die glei­che Sicher­heit bie­ten, wie die Brief­post. Das mag ich mir beim Über­wa­chungs­wahn des Bun­des­in­nen­mi­nis­ters Dr. Wolf­gang Schäu­ble nicht vor­stel­len wol­len. Oder wird unsere gute alte Brief­post etwa auch schon staat­lich kon­trol­liert und über­wacht, damit der Ver­gleich stimmt? :???:

Übri­gens: Die Deut­sche Post AG erprobt zur Zeit den „Online­brief” [3], der die glei­chen Sicher­heits­merk­male wie die DE-Mail auf­wei­sen soll. Bin mal gespannt, was dabei her­aus­kommt… Zur Teil­nahme am Test­be­trieb benö­tigt man eine Ein­la­dung, und muss sich mit einem darin ent­hal­te­nen Code anmel­den [4].

Links:

[1] www.tagesschau.de/wirtschaft/demail104.html
[2] www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,7910631,00.html
[3] www.tomshardware.com/de/Post-Online-Brief-ePost-E-Mail-Strategie-2015,news-242567.html
[4] www.onlinebrief.de (sichere Verbindung)

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  1. 9. Oktober 2009, 10:08 | #1

    Mor­gen,

    was ich daran wirk­lich nicht begreife: als dazu­mal PGP (heute GPG) her­aus­kam, wur­den wir Nut­zer regel­recht kri­mi­na­li­siert, weil wir der Mei­nung waren, dass eine Mail genauso eine Pri­vat­sphäre besitzt wie ein Brief.

    DE-Mail oder das Kon­kur­renz­pro­dukt der Post tun nichts ande­res… oder? Wird nur signiert und nicht verschlüsselt?

    Hin­ter­grund der Ein­füh­rung ist, dass die EU eine sog. Dienst­leis­tungs­richt­li­nie erlas­sen hat, nach der öffent­li­che Ver­wal­tun­gen signierte Mails ver­schi­cken müs­sen (ich glaube: ab 2013).

    Ich bin gespannt, wo der Zug hinfährt…

    • 9. Oktober 2009, 15:47 | #2

      Tröste Dich Nic, PGP bzw. GnuPG ist heute noch ver­pönt und unser Herr Bun­des­in­nen­mi­nis­ter würde das am liebs­ten verbieten.

      Die Signa­tu­ren und/oder Schlüs­sel müs­sen ja, um rechts– und gerichts­fest zu sein, an einer staat­li­chen Stelle zum Ver­gleich vor­ge­hal­ten wer­den, und somit kann der Staat auch bequem drauf zugrei­fen und mitlesen.

      Werde mir aber gleich mal den Wikipedia-Artikel durch­le­sen, den bachus unter nennt :???:

  2. bachus
    bachus
    9. Oktober 2009, 12:44 | #3

    Man lese bei Wiki was DE Mail „kann”:
    „Eine Ver­schlüs­se­lung der Inhalte beim Pro­vi­der sowie eine Ver­schlüs­se­lung der Über­tra­gungs­wege soll Sicher­heit gegen den Zugriff durch Unbe­fugte bie­ten und trotz­dem ein Abhö­ren durch staat­li­che Stel­len ermög­li­chen.„
    http://de.wikipedia.org/wiki/De-Mail

    nee danke… das kön­nen sie gerne behalten.

    • 9. Oktober 2009, 15:54 | #4

      Oops, was ist denn da los? :shock:

      Wegen eines mög­li­chen Ver­sto­ßes gegen das Urhe­ber­recht wurde der hier ste­hende Text ent­fernt und die Seite auf Wikipedia:Löschkandidaten/Urheberrechtsverletzungen gelis­tet. Der Text ist – zumin­dest in Aus­zü­gen – der glei­che wie in der unten genann­ten Quelle.

      Falls eine Erlaub­nis bestand, das Mate­rial gemäß den Bestim­mun­gen der Com­mons Attribution-ShareAlike 3.0 Lizenz zu nut­zen, oder Du selbst der Urhe­ber des Tex­tes in der unten ange­führ­ten Quelle bist, sende bitte per E-Mail eine voll­stän­dig aus­ge­füllte Frei­ga­be­er­klä­rung unter Ver­wen­dung Dei­nes Klar­na­mens und der Angabe, um wel­chen Arti­kel es geht, an die Adresse permissions-de@wikimedia.org.

      Wenn Du den Rech­te­in­ha­ber nach­träg­lich um Erlaub­nis bit­ten willst, kannst Du diese Text­vor­lage dafür benutzen.

      Nach Bear­bei­tung durch das Wikipedia-Support-Team wird die Frei­gabe auf der Dis­kus­si­ons­seite doku­men­tiert und der Text wiederhergestellt.

      Neue Arti­kel­ver­sio­nen bitte erst ein­stel­len, wenn der Sach­ver­halt geklärt ist.

      Hatte mich eigent­lich schon auf die erhel­len­den Infor­ma­tio­nen auf Wiki­pe­dia gefreut, aber da scheint es sich jemand zu leicht gemacht zu haben…

      Ich nutze schon seit Jah­ren GnuPG, und damit bin ich bis­her noch immer gut gefah­ren. Das Pro­blem dabei: Viele glau­ben, das sei sehr auf­wän­dig ein­zu­rich­ten und scheuen daher die Nut­zung, oder kon­fi­gu­rie­ren lie­ber auf­wän­dig S/MIME mit irgen­wel­chen Zertifikaten…

  1. 8. Oktober 2009, 20:14 | #1
  2. 9. Oktober 2009, 11:30 | #2

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