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Internet-Zensur im Landesjustizministerium

Wie die Ruhr­ba­rone [1] unter Beru­fung auf FR-Online [2] mel­den, hat das NRW-Justizministerium [3] unter der Lei­tung der Minis­te­rin Ros­wi­tha Müller-Piepenkötter (CDU) den Zugang zu den Web­sei­ten des West­deut­schen Rund­funk (WDR) [4] gesperrt.

Bis­her war es wohl so, dass über die Start­seite des inter­nen Netz­werks des Minis­te­rium, „Justiz-NRW” direkt Web­por­tale wir „Meine Stadt”, Wiki­pe­dia oder die Gel­ben Sei­ten auf­ge­ru­fen wer­den konn­ten. Und eben auch das Por­tal des WDR, doch genau die­ser Link ver­schwand jetzt als ein­zi­ger von der Start­seite. Und schein­bar kann die WDR-Seite auch nicht direkt auf­ge­ru­fen werden…

Der Grund sei, so heißt es aus dem Minis­te­rium, dass die Mit­ar­bei­ter zu viel ihrer Arbeits­zeit im Inter­net und spe­zi­ell auf des Sei­ten des WDR ver­bracht hät­ten. Das pikante dabei: Gerade der WDR berich­tete immer wie­der kri­tisch über das Jus­tiz­mi­nis­te­rium, zuletzt nach dem Aus­bruch zweier Schwer­ver­bra­cher mit Aufseher-Hilfe in Aachen. In die­sem Zusam­men­hang wur­den gab es beim WDR ver­mehrt kri­ti­sche Foren­bei­träge über Müller-Piepenkötter.

Hier wird ganz klar Zen­sur geübt”, sagt Man­fred Evers, obers­ter Per­so­nal­rat beim Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf, hier soll unlieb­same Kri­tik an der Minis­te­rin ver­deckt werden.

Der WDR hat bis­her noch keine Stel­lung­nahme abgegeben.

Na ja, im Mai sind Land­tags­wah­len, und dann haben wir alle die Mög­lich­keit, u.A. Frau Müller-Piepenkötter ihres Amtes zu ent­he­ben, sprich abzu­wäh­len. Also: Klar­ma­chen zum Ändern!

Update: Inzwi­schen gibt es auf WDR.de einen Arti­kel zum Thema [5], schein­bar vom Maga­zin „Panorama”.

Links:

  1. Inter­net­sperre: WDR fei­ert erst ein­mal Karneval
  2. Jus­tiz­mi­nis­te­rium sperrt WDR.de: Minis­te­rin sieht keine Zensur
  3. NRW-Justiz: Start­seite
  4. WDR.de
  5. Jus­tiz­mi­nis­te­rium sperrt WDR.de

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