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Das zumin­dest for­dert jetzt auf­grund der Aus­schrei­tun­gen im Ban­den­krieg zwi­schen den „Hells Angels” und den „Ban­di­dos” die Polizei.

So berich­ten heute das WDR-Magazin „Pan­orama” [1] und Welt online [2], dass die Poli­zei in NRW nach den jüngs­ten Vor­fäl­len in Duis­burg, Solin­gen und Essen Rocker­ban­den ver­bie­ten und das Poli­zei­ge­setz ver­schär­fen will.

Da möge die Poli­zei doch bitte erst mal die Begriffe „Rocker­bande” und „Rocker” näher defi­nie­ren… Sicher, Motor­rad­fah­rer auf dicken Maschi­nen und in schwar­zer Leder-Kluft wer­den weit­läu­fig als Rocker bezeich­net. Dem möchte ich mich zunächst mal nicht anschlie­ßen. Für meine Begriffe haben Rocker mit Rock-Musik zu tun. Dass sich beide Bereich oft und gerne über­schnei­den, ist eine andere Sache…

Die Kerls auf ihren hei­ßen Öfen sind zunächst mal Biker, die sich gerne auch zu Clubs zusam­men schlie­ßen. Und genau sol­che Clubs sind die „Hells Angels” und die „Ban­di­dos” auch erst mal.

Jetzt kom­men wir zum gro­ßen „ABER”: Wäh­rend die meis­ten Biker­clubs fried­lich ihrem Hobby, näm­lich dem Motor­rad Fah­ren nach­ge­hen, fal­len die bei­den genann­ten Grup­pen immer wie­der durch Gewalt­tä­tig­kei­ten auf. Nicht nur in NRW, son­dern bun­des­weit und auch im Aus­land, z.B. in Skandinavien.

Die Ban­den­kriege, die da auf offe­ner Straße aus­ge­tra­gen wer­den, kann man sicher nicht gut hei­ßen. Erst recht nicht, wenn es dabei Tote gibt. Aber des­halb gleich alle über einen Kamm sche­ren zu wol­len, und „Rocker­ban­den” zu ver­bie­ten, geht ein­deu­tig zu weit.

Wie bereits gesagt, die aller­meis­ten sind fried­lich, und wer­den auch lie­ber „Biker” genannt, als „Rocker”. Und für ein­ge­fleischte Biker ist es kein Hobby, son­dern ein Lebens­ge­fühl, mit dem Bike über die Land­straße zu crui­sen. Da wird oft auf alles andere ver­zich­tet, um die Maschine zu pim­pen und zu pfle­gen. Und wenn man das jetzt alles ver­bie­ten will, nimmt man vie­len den Sinn im Leben.

Ich weiß, das klingt jetzt über­trie­ben, aber es ist so. Diese Jungs leben für ihre Bikes und mit ihren Bikes.

Jetzt for­dert Wil­fried Albis­hau­sen, stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der des Bun­des Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter, zwar „nur” ein Ver­bot der „Hells Angels” und der „Ban­di­dos”, aber die tau­fen sich dann ein­fach um. Und so wer­den schließ­lich doch alle Biker-Clubs verboten…

Wenn die Poli­zei nicht in der Lage ist, der Sache Herr zu wer­den, brauchts keine Ver­bote und schär­fere Gesetze, son­dern schlicht und ergrei­fend mehr Geld für die Poli­zei. Damit die end­lich mit zeit­ge­mä­ßer Aus­rüs­tung und aus­rei­chen­dem Per­so­nal auf­tre­ten kann. Dann steht da auch nicht eine Hand voll Strei­fen­po­li­zis­ten hilf­los zwi­schen den Fron­ten zweier riva­li­sie­ren­der Ban­den, wie jetzt in Duis­burg geschehen…

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