Am kommenden Samstag, den 11.02.2012, finden in ganz Europa Aktionen gegen die Datenkrake ACTA statt. Infostände, Demonstrationen, Mahnwachen, und einiges mehr sind geplant. Die Bottroper Piraten unterstützen eine Demo in Düsseldorf.
Weil die aktiven Piraten in Bottrop derzeit im Prüfungsstress sind, und daher zeitlich recht eingebunden, verzichten wir auf eigene Aktionen, und verweisen statt dessen auf die Seite der Koordination unter wiki.stoppacta-protest.info. Dort werden alle europäischen Aktionen gelistet, und man findet in der Nähe auch noch eine Demo in Dortmund. Da in Dortmund allerdings zeitgleich ein Fußball-Bundesliga-Spiel stattfindet, hält der Autor dieses Artikels die Aktion in Dortmund für unglücklich.
Infos zur Demonstation in Düsseldorf findet man unter wiki.stoppacta-protest.info/DE:Demo:Düsseldorf, oder bei Facebook unter www.facebook.com/events/228942327190942. Aktuell gibts bei diesem Facebook-Event knapp 2900 Teilnamezusagen, und gut 1500 Zusagen unter Vorbehalt.
Für alle, die noch nicht wissen, worum es bei ACTA geht, noch mal dieses Video:
Seit einigen Tagen gehen Bürger auf die Straßen, um gegen die Gebaren der Finanzmärkte zu protestieren. Ausgehend von der Wall Street in New York unter dem Schlagwort „Occupy Wall Street”, ist die Protestwelle mittlerweile durch die Welt geschwappt.
Vorgestern erhielten unter Anderem wir Piraten eine Anfrage aus dem Bottblog [1], wie wir Bottroper Piraten dazu stehen:
Gestern Abend ging folgende, hauptsächlich von Michael M. formulierte und gemeinschaftlich überarbeitete Stellungnahme an die Betreiber des Bottblog:
Ahoi!
Weltweit mussten Bürger mehrere Billionen Dollar aufwenden, um Banken zu retten und die Märkte zu stabilisieren.
Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Alternative, ein kompletter Zusammenbruch der Weltwirtschaft musste um jeden Preis verhindert werden. Fahrlässig daran war, dass mit diesen Maßnahmen keine gründliche Problemanalyse einherging und eine Systemfrage ausblieb. Die Regierungen lassen den Märkten weiterhin freie Hand und die Welt stolpert von einer Krise zur nächsten. Die Menschen verstehen nicht, warum sie dabei die Leidtragenden sein sollen. Berechtigterweise.
Darum ist es einfach nur wundervoll zu sehen, wie Bürger ihr Recht auf Demokratie, wenn auch sehr spät, geltend machen und auf die Straßen gehen, um zu protestieren.
Diese weltweite Protestwelle stellt eine unschätzbare Chance für einen Wandel dar. Die Bottroper Piraten dürfen dabei nicht fehlen, und werden sich an den geplanten Aktionen beteiligen.
Wichtig ist uns hierbei, dass weniger gegen einzelne Personengruppen wie Banker oder Spekulanten gehetzt wird, sondern viel mehr die Rahmenbedingungen kritisiert werden, in denen sie handeln. Keiner braucht eine Hexenjagd.
Piratenpartei Bottrop
Wir hoffen, die Fragen damit hinreichend beantwortet zu haben. Bei Rückfragen steht der Autor dieses Artikels gerne für Rückfragen zur Verfügung.
[1] http://www.bottblog.de/2011/10/17/zu-protestwelle-gegen-banken/
Auf einem Foto von einer Demonstration gegen die Raffzahns der Finanzbranche entdeckte ich vorhin ein Transparent, welches eine Windows-Fehlermeldung zeigte. Gut, dass es Generatoren gibt, solche Message Boxen nachzubauen:

System Error
Benjamin Stöcker, ehemaliger Beisitzer im Bundesvorstand der Piratenpartei, hat ein Konzept für eine Online-Demo entworfen. Alle teilnehmenden Webseiten werden jeden Tag bis zum 1.1.2011 in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr nicht erreichbar sein, und stattdessen eine Information über den JMStV anzeigen. Dieser Protestaktion schlossen sich zahlreiche von Blogs und Webseiten an — vorneweg natürlich PIRATEN. Auch wir schließen uns dem Protest an.
Der JMStV kommt, zumindest ist es höchst wahrscheinlich. Bis auf Berlin und NRW gilt die Ratifizierung des Staatsvertrages in allen Bundesländer als gesichert.
Die grundlegenden Einschränken befassen sich mit einer Einstufung der Internetseiten in ein Alterskonzept ähnlich der FSK, wie man sie bereits von Videofilmen und Computerspielen kennt.
„Wir möchten ein Zeichen des Protestes setzen und den Nutzer unserer Seiten aufzeigen, welche Folgen der JMStV zukünftig für uns haben kann.” erklärte Ralf Praschak, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Hessen.
„Obwohl in Hessen der Staatsvertrag bereits ratifiziert wurde, werden wir an dem Protest bis zum 01.01.2011 teilnahmen.” so Praschak weiter, „Wir hoffen hier darauf, dass die Landtage in Nordrhein-Westfalen und Berlin diesen Unsinn stoppen und endlich über einen effektiven und zeitgemäßen Jugendschutz nachgedacht werden kann.”
Alle Seitenbetreiber sind dazu eingeladen, sich diesem Protest anzuschließen. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite: http://www.piratenpartei-hessen.de/jmstv
Das erinnert an die Nächte in Kreuzberg in den 1980er Jahren, scheint beinahe typisch für Berlin zu sein: Die Polizei geht mit Gewalt gegen Demonstranten vor.
Berlin, gestern Nachmittag: Am Rande der „Freiheit statt Angst”-Demo wird ein Demonstrant von der Polizei festgenommen. Mit unverhältnismäßig groben Methoden, wie Zeugen meinten. Ein Radfahrer im blauen T-Shirt notiert sich, so sagen Augenzeugen, die Dienstnummern zweier Polizisten, um bei der Berliner Polizei Beschwerde einzulegen oder Anzeige zu erstatten. Als er sich wieder entfernt, wird er von den Polizisten angegriffen, zu Boden gerissen und festgenommen. Ein Zeuge hielt die Szene mit der Videokamera fest:
Die Jungen Piraten rufen jetzt zu einer Mahnwache gegen unverhältnismäßige Polizeigewalt auf. Diese soll am morgigen Montag um 18:00 Uhr auf dem Platz der Luftbrücke in Berlin stattfinden.
[via gulli.com u.A.]
Update: Wie ich eben im taz-Blog gelesen habe, hat die Berliner Polizei reagiert und Ermittlungen gegen die auffälligen Beamten aufgenommen.