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Eines Vorweg: Es waren nicht nur Piraten anwesend.![]()
Um 16:00 Uhr trafen sich die ersten Piraten am Pferdemarkt, verteilte Flyer zum OptOutDay und versuchten diesbezüglich die Passanten in Gespräche zu verwickeln um Sie auf Ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen.
Wie angekündigt, versammelte sich ein Teil des Bottroper Stammtisches anschließend um 17:00 Uhr am Ernst-Wilczok-Platz. Freudig empfingen die anwesenden Piraten Sympathisanten und weitere Bürger, die sich entschieden hatten, Ihre Daten zu schützen. Unter den Interessierten, befand sich auch ein Mitglied der JuLis, das Interesse an den Aktionen der Piratenpartei zeigte und sich auch am OptOutDay beteiligte. Es gab Gespräche, sich zusammen mit den JuLis-Bottrop beim Stammtisch zu treffen, um zu diskutieren , ob man kommunal zusammenarbeiten könnte, um in Bottrop etwas zu bewegen. Keine Schlechte Idee, wir werden sehen. ![]()
Als nun alle Formulare zusammengetragen wurden gingen wir geschlossen in das Bottroper Bürgerbüro (geschätzt 20 Personen). Nach sehr kurzer Zeit begrüßte uns Herr Jürgen Terstegen (Abteilungsleiter Bürgerbüro) persönlich und nahm auch die gesammelten Formulare entgegen. Er wusste schon von unserem Vorhaben und hatte sich anscheinend auch schon über unsere geplante Aktion näher informiert. Herr Terstegen sprach kurz darüber, das allen Bürgern bei einer Ummeldung ein Hinweis mitgegeben wird, auf dem auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird. Er betonte zudem, dass im Bürgerbüro Bottrop mit allen privaten Daten sehr sensibel umgegangen wird.
Alles in allem hatten wir auf mehr Interesse bei der Bevölkerung gehofft, doch für solch eine (für uns) sehr kurzfristig angelegte Aktion, trotz alledem erfolgreich. Das Bürgerbüro hat sich wieder einmal sachlich, freundlich und aufgeschlossen gezeigt, was uns sehr erfreut hat.
Vielen Dank nochmal an alle Interessenten, Sympathisanten und Herr Jürgen Terstegen, der unser Anliegen als eine ernste Angelegenheit erkannt hat.
Wie bereits berichtet, werden persönliche Daten durch das Einwohnermeldeamt weitergegeben. Jeder kann jedoch dagegen Widerspruch einlegen („opt out”).
Die Piratenpartei Deutschland ruft dazu auf, dies im Rahmen einer besonderen Aktion, dem „OptOutDay”, zusammen mit anderen zu tun! Heute ist es soweit. Bundesweit wird dazu aufgerufen, Widerspruch gegen dieses Vorgehen einzulegen. Mit dem OptOutDay will die Piratenpartei auf das Thema Datenschutz aufmerksam machen und durch die konzertierte Aktion ein Zeichen gegen jede Form der unfreiwilligen Adressweitergabe setzen.
Was viele nicht wissen: Auch die Meldebehörden der Kommunen geben die Daten ihrer Bürger weiter. Dazu benötigen sie nicht einmal deren Zustimmung, denn mit der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt gilt auch eine stillschweigende Vereinbarung zur Datenweitergabe. Name, Adresse und andere private Auskünfte werden auf Anfrage zum Beispiel an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), an Kirchen, religiöse Gemeinschaften oder politische Parteien weitergegeben.
Der Bottroper Stammtisch wird sich heute um 17:00 Uhr am Ernst-Wilczok-Platz versammeln und gemeinsam mit interessierten Bürgen gegen diese Datenweitergabe angehen. Jeder Bürgen kann kostenlos Widerspruch einlegen, sich bei den anwesenden PIRATEN informieren und beraten lassen. Natürlich soll diese Aktion gesittet zu gehen, daher ist es von großer Wichtigkeit, den täglichen Arbeitsablauf im Bürgerbüro nicht zu stören.
Und so einfach funktioniert es:
Fertig.
Weitergabe persönlicher Daten verhindern — Mitmachen beim OptoutDay!
Folgender Text ist auf der Website der Piratenpartei Deutschland zu lesen (Auszug):
Sobald Datenschutzskandale an die Öffentlichkeit gelangen, überbieten sich Parlamentarier gern vor laufender Kamera in ihrer Empörung. Da wird knallharte Aufklärung gefordert, da müssen personelle Konsequenzen gezogen werden, und selbstverständlich wird stets beteuert, dass der Schutz des Verbrauchers immer im Vordergrund stehe. Doch wie ernst die große Koalition das Problem des Adress– und Datenhandels wirklich nimmt, zeigt der weichgespülte Datenschutzkompromiss in aller Deutlichkeit.
Um „keine ökonomisch falschen Signale zu setzen“[1] einigten sich Union und SPD im Sommer dieses Jahres darauf, am Opt-Out-Verfahren festzuhalten, bei dem Unternehmen grundsätzlich ohne Einwilligung des Konsumenten die Daten ihrer Kunden in Adresslisten zusammenfassen und sogar weiterverkaufen dürfen — solange der Kunde nicht aktiv widerspricht und von seinem Opt-Out-Recht Gebrauch macht.
Einen schwunghaften Datenhandel betreiben jedoch nicht nur Privatunternehmen, denn Adressen werden immer häufiger und ganz legal auch von kommunalen Meldebehörden herausgegeben.
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