Gewaltsamer Polizeieinsatz bei der FSA-Demo

Das erinnert an die Nächte in Kreuzberg in den 1980er Jahren, scheint beinahe typisch für Berlin zu sein: Die Polizei geht mit Gewalt gegen Demonstranten vor.

Berlin, gestern Nachmittag: Am Rande der „Freiheit statt Angst“-Demo wird ein Demonstrant von der Polizei festgenommen. Mit unverhältnismäßig groben Methoden, wie Zeugen meinten. Ein Radfahrer im blauen T-Shirt notiert sich, so sagen Augenzeugen, die Dienstnummern zweier Polizisten, um bei der Berliner Polizei Beschwerde einzulegen oder Anzeige zu erstatten. Als er sich wieder entfernt, wird er von den Polizisten angegriffen, zu Boden gerissen und festgenommen. Ein Zeuge hielt die Szene mit der Videokamera fest:

Die Jungen Piraten rufen jetzt zu einer Mahnwache gegen unverhältnismäßige Polizeigewalt auf. Diese soll am morgigen Montag um 18:00 Uhr auf dem Platz der Luftbrücke in Berlin stattfinden.

[via gulli.com u.A.]

Update: Wie ich eben im taz-Blog gelesen habe, hat die Berliner Polizei reagiert und Ermittlungen gegen die auffälligen Beamten aufgenommen.


Kommentare

4 Kommentare zu Gewaltsamer Polizeieinsatz bei der FSA-Demo

  1. Matzi meinte am

    Ich hatte vor kurzem einen Artikel über einen Flüchtling aus der DDR gelesen, mit der Überschrift „Er wollte nur in ein Land ohne Angst und Verbote“. Er wollte bestimmt nicht in ein Land in dem die Parteien die Macht der feudalen Heerschaft übernommen haben und diese mit allen Mitteln (siehe Video) überwachen und verteidigen. In der Wirtschaft übernehmen die Manager inzwischen den analogen Weg (überwachen) mit dem Erfolg, dass sie zur bestimmenden Kraft in der gesellschaftlichen Entwicklung wurden und den Staat zu ihrer Schutzmacht formten.Wie sagte vor 160 Jahren Karl Marx, „der Staat ist das Machtorgan der jeweils heerschenden Klasse.
    Soviel zur Demokratie in Deutschland. Demokratie wird unter diesen Parteien in Deutschland immer eine Illusion bleiben. Wacht endlich auf bevor wir Gestapoverhältnisse von 1933 haben.

    • Deswegen sind wir ja da. Die totale Überwachung wollen wir auch nicht, also stoppen wir sie, solange es noch geht. Einhergehend mit dem transparenten Staat sind solche Polizeimethoden knallhart mit den schon bestehenden Gesetzen zu ahnden. Und die Strafen müssen eine Abschreckung für andere Polizisten sein.

      Andererseits: Die Polizei muss auch gestärkt werden. Denn diese Reaktionen von Seiten der Polizei begründet sich meiner Meinung nach in der Überforderung. Die „wenigen“ Polizisten sehen sich einer Übermacht an Demonstranten gegenüber, wie sollen die denn da wohl reagieren? Daher braucht die Polizei in meinen Augen mehr Personal, aber auch eine bessere Ausbildung. Eine Ausbildung, die junge Polizisten (siehe Video) auf derartige Situationen vorbereitet.

  2. Björn meinte am

    Hm, ich weiß nicht recht, aber ein derartiges Verhalten lässt sich nicht mit der Überzahl der Demonstranten erklären. Egal wie viele Polizisten man zusätzlich einstellt, die Demonstranten werden bei einer solchen Veranstaltung immer in der Überzahl sein.
    Ein guter Polizist strahlt in einer solchen Situation Ruhe und Autorität aus und weiß wie man einen Streit schlichtet und deeskaliert.
    Die Polizisten in diesem Video sind überhaupt nicht Herr der Lage. Obwohl offensichtlich physisch hoch überlegen, reagieren sie scheinbar nervös und geradezu dilettantisch.

    • Sicher werden bei solchen Situationen immer mehr Demonstranten als Polizisten da sein. Deshalb geht es mir ja auch um eine bessere Ausbildung unserer Ordnungshüter, um sie vor allem psychologisch besser auf solche Situationen vorzubereiten. Denn wenn die Jungs psychologisch besser damit umgehen können, brauchen sie die physische Überlegenheit nicht ausspielen.

      Nichts desto trotz war diese Gewaltanwendung total überzogen.

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