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Neue Bevormundung durch M$

Der Redmonder Software-Riese schränkt nun die Nutzung von käuflich erworbenen Spielekonsolen ein.

Mircosoft verwehrt etlichen Xbox-Konsolen den Zugang zu Xbox-Live. Das soll Boxen betreffen, die durch eine Modifikation auch schwarz gebrannte Spiele verarbeiten können. So meldeten es gestern u.A. Golem.de [1] und heise online [2].

Drei Dinge stoßen mit dabei sauer auf:

  1. Wenn ich eine Spielekonsole kaufe, gehört die mir, und ich kann damit machen, was ich will. Ob da Xbox draufsteht, oder Playstation, oder was auch immer, da hat mir der Hersteller keine Vorschriften zu machen.
  2. Microsoft muss ja online auf meiner Box (wenn ich eine hätte 😀 ) herumschnüffeln, denn sonst könnten die doch garnicht wissen, dass ob das Teil evtl. modifiziert ist.
  3. Die Verwendung des Live-Portals kostet Geld, wenn man mehr als nur chatten will. Also werden die Nutzer auch die Gebühren dafür entrichtet haben. Gebühren für eine Leistung, die ihnen nun verwehrt wird.

Es würde mich nicht wundern, wenn diese Geschäftspraxis mal wieder vor den Gerichten landen würde. Denn nur, weil jemand seine Box modifiziert bzw. modifizieren lässt, muss er noch längst keine schwarz gebrannten und somit aller Wahrscheinlichkeit nach geklauten Spiele einlegen.

Klar, jetzt kann man kontern: “Worum sollte der die Modifikation sonst machen?” Aber da gebe ich die Antwort: “Weil er’s kann!”

Zudem hat Microsoft nicht auf meinem Eigentum herumzuschnüffeln, da sehe ich erhebliche, datenschutzrechtliche Bedenken. Wenn die Regierung den Bundestrojaner eingeschränkt bekommt, darf ein privates Unternehmen sich solcher Praktiken erst recht nicht bedienen.

Links

  1. http://www.golem.de/0911/71151.html
  2. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-sperrt-Xbox-Live-fuer-modifizifierte-Konsolen-857387.html

23 Kommentare zu “Neue Bevormundung durch M$